Skip to content

Detailed schedule see below

The 33rd International Film History Conference is an integral part of cinefest, where the topics of the festival will be explored in presentations and discussions. The Conference Opening will take place on November 19, 2020 in the Metropolis Cinema. During the event, teh winners of the Willy Haas-Award will be presented. The lectures of the conference take place from 20 – 22 November 2020, from 9:30 – 16:00, in Metropolis cinema. To attend the conference a registration is necessary.

Presentations are limited to ca. 20 minutes, followed by a discussion. Conference languages are German or English (no live translation available).
Due to the restrictions imposed by coronavirus containment measures, we are planning to offer live streaming participation in the conference this year.


Stundenplan

Friday, 20 November 2020

09:30 - 09:45
Welcome
09:45 - 10:15
Key Note
10:15 - 10:45
Pause
PANEL 1: AVANTGARDE
10:45 - 11:30
Das Licht Hollands. Von Landschaftsmalern, Naturdokumentaristen und geborenen Internationalisten. Austauschprozesse zwischen niederländischer und deutscher Filmavantgarde
Holland besitzt keine Filmindustrie, einen kleinen Markt und eine geringe Amortisierungsrate. Diese Vernachlässigung hat ihr Gutes – schrieb eine deutsche Filmzeitschrift 1931. Der experimentell poetische Dokumentarfilm, der die unmittelbare Wahrnehmung wiedergibt, wurde besonders sorgfältig entwickelt, so hat sich z.B. nahezu jeder holländische Filmemacher mit Wasser beschäftigt, den Kampf gegen die Natur beschrieben: Joris Ivens, Gerard Rutten, Herman van der Horst, Bert Haanstra, Johan van der Keuken. Intensive Zusammenarbeit gibt es mit der deutschen Filmavantgarde, u.a. mit Hans Richter, Andor von Barsy, Albrecht Viktor Blum und Svend Noldan.
11:30 - 12:00
Pause
12:00 - 12:45
PANEL 2: PRODUKTION & DISTRIBUTION
Haro van Peski ist ein groβer Unbekannter in der niederländischen Filmgeschichte. Obwohl er in den 1930er Jahren bei zwei Spielfilme Regie führte – SUIKERFREULE (1935) und HET LEVEN IS NIET ZOO KWAAD! (1935) – weiβ man kaum etwas über ihn. Van Peski wurde 1896 als Sohn eines wohlhabenen Geschäftsmanns in Rotterdam geboren. Während des Ersten Weltkriegs studierte er Malerei und Kunstgeschichte. Er arbeitete als Maler und Grafikdesigner und war im Familienbetrieb beschäftigt. Anfang der 1930er Jahre übersiedellte er nach Berlin und gründete die Produktionsfirma Majestic-Film. Bis zu seiner Rückkehr nach Amsterdam 1936 war er im deutschen Filmgeschaft tätig und versuchte auch Filialen von Majestic in den Niederlanden und Groβbritannien zu gründen. Diese Versuche scheiterten und Van Peski zog sich aus dem Filmgeschaft zurück. Er arbeitete in Amsterdam als Bankier. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs trat Van Peski kurz ins Rampenlicht, als er als Mitglied der niederländischen Arbeiterfront (nicht zu verwechslen mit dem berüchtigen, gleichnamigen, nationalsozialistischen Nederlandsch Arbeidersfront) als Sprecher für Filmproduktion fungierte. Van Peski starb 1948 in Amsterdam. In dem Vortrag wird die zentrale Frage sein, welchen Einfluβ hatten die deutschen Erfahrungen von van Peski auf das Filmschaffen im eigenen Land? Was nahm van Peski mit nach Holland? Van Peski steht als ein Beispiel für andere Filmmacher, die in Deutschland im Filmgeschaft gearbeitet haben und danach in die Niederlande zurückkehrten: wie Theo Frenkel, Jaap Speyer oder Rob Houwer.
12:00 - 12:45
Haro van Peski - Zwischen Berlin und Amsterdam
Haro van Peski ist ein groβer Unbekannter in der niederländischen Filmgeschichte. Obwohl er in den 1930er Jahren bei zwei Spielfilme Regie führte – SUIKERFREULE (1935) und HET LEVEN IS NIET ZOO KWAAD! (1935) – weiβ man kaum etwas über ihn. Van Peski wurde 1896 als Sohn eines wohlhabenen Geschäftsmanns in Rotterdam geboren. Während des Ersten Weltkriegs studierte er Malerei und Kunstgeschichte. Er arbeitete als Maler und Grafikdesigner und war im Familienbetrieb beschäftigt. Anfang der 1930er Jahre übersiedellte er nach Berlin und gründete die Produktionsfirma Majestic-Film. Bis zu seiner Rückkehr nach Amsterdam 1936 war er im deutschen Filmgeschaft tätig und versuchte auch Filialen von Majestic in den Niederlanden und Groβbritannien zu gründen. Diese Versuche scheiterten und Van Peski zog sich aus dem Filmgeschaft zurück. Er arbeitete in Amsterdam als Bankier. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs trat Van Peski kurz ins Rampenlicht, als er als Mitglied der niederländischen Arbeiterfront (nicht zu verwechslen mit dem berüchtigen, gleichnamigen, nationalsozialistischen Nederlandsch Arbeidersfront) als Sprecher für Filmproduktion fungierte. Van Peski starb 1948 in Amsterdam. In dem Vortrag wird die zentrale Frage sein, welchen Einfluβ hatten die deutschen Erfahrungen von van Peski auf das Filmschaffen im eigenen Land? Was nahm van Peski mit nach Holland? Van Peski steht als ein Beispiel für andere Filmmacher, die in Deutschland im Filmgeschaft gearbeitet haben und danach in die Niederlande zurückkehrten: wie Theo Frenkel, Jaap Speyer oder Rob Houwer.
12:45 - 14:00
Lunch Break
14:00 - 14:45
Rudi Meyer – eine Bank!?
Er galt als sichere "Bank" bei der Produktion von Filmen, beim Filmverleih und die dafür notwendige Werbung. In Deutschland war er unter Fachkollegen bekannt. 1933 emigrierte er in die Niederlande und wurde als Filmproduzent so populär, dass ihm anlässlich des außergewöhnlichen Erfolges des Films FANFARE eine "Bank" gewidmet wurde, als Anerkennung seiner Fähigkeiten. Doch der Reihe nach. Ludwig Wilhelm Rudolf Meyer wurde am 27.1.1901 in Suhl geboren und wuchs ab 6 Jahren in Berlin auf. Nach der Schule am Realgymnasium ging er 1920 zur Decla-Bioscop. Erich Pommer gab Rudolf die Möglichkeit das Filmfach von der Pike auf zu erlernen. 1926 ging er zur AAFA, war dort u. a. als Prokurist tätig und leitete die Auslandsabteilung des Filmverleihs. Ende September 1933 emigrierte Rudi mit seiner Frau Alli Meyer nach Amsterdam. Am 11.11.1933 meldet die Österreichische Film-Zeitung, dass Rudolf Meyer „in freundschaftlichem Einvernehmen“ die Firma AAFA verlassen und in Amsterdam unter seinem Namen ein „Film-Vertriebsgeschäft“ begonnen hat. Natürlich hatten die neuen Machthaber in Deutschland plötzlich unzähligen Menschen aufgrund ihrer Abstammung die Arbeit im Filmbereich unmöglich gemacht. Auch Rudolf Meyer war nach der Definition der Nazis Volljude. 1935 produzierte Rudolf Meyer gemeinsam mit Gabriel Levy und Jo Paerl den niederländischen Spielfilm „De kribbebijter“ unter der Regie von Hermann Kosterlitz und Ernst Winar. Mit diesem Film begann der Erfolgskurs des Produktionsleiters Rudolf Meyer in den Niederlanden. Eine geplante kontinuierliche Filmproduktion konnte durch den Einmarsch der Deutschen im Mai 1940 nicht mehr umgesetzt werden. Nach dem zweiten Weltkrieg knüpfte Rudolf Meyer wieder an seine Tätigkeiten im Filmverleih an. 1953 produzierte er den Film „Sterren stralen overal“ (Regie: Gerard Rutten). Mit dem Erlös des Verleihs der Sissi-Filme 1955-1957 konnte er 1958 das Risiko einer weiteren Filmproduktion eingehen. Gemeinsam mit dem Regisseur Bert Haanstra sorgte er nicht nur für eine sehr angenehme Arbeitsatmosphäre auf dem Filmset, sondern erreichte mit dem Film FANFARE mehr als 2,6 Millionen niederländische Kinobesucher.
14:45 - 15:15
Pause
15:15 - 16:00
Luxor, Rembrandt und Asta: drei Ufa-Kinopaläste in den Niederlanden, 1918-1944
Im Herbst 1918 startete die damals junge Ufa eine Reihe von Unternehmensakquisitionen mit dem Ziel, einen starken Anteil am Kino- und Filmvertrieb in den Niederlanden zu erlangen. Neben kleineren Kinos erwarb die Ufa über ihre Tochtergesellschaft Hollandia auch einige der größten und bekanntesten Kinos des Landes: Luxor in Rotterdam, Rembrandt in Amsterdam und Asta in Den Haag. Die Leitung dieser Kinos bestand fast immer und im Mehrzahl aus Niederländer. Die UfA-Zentrale in Berlin schickte jedoch jedes Jahr einen Buchhalter zu den drei genannten Theatern, um einen detaillierten Jahresbericht für die zentrale Geschäftsleitung über die Wirtschaftsleistung dieser niederländischen Niederlassungen zu erstellen. Neben allen Arten von Betriebszahlen enthalten die Berichte auch Analysen der Stärken und Schwächen der UfA-Theater im Wettbewerb mit anderen Kinos auf dem relevanten lokalen Markt. Fast alle diese Jahresberichte wurden im Bundesarchiv in Berlin aufbewahrt. Sie bieten einen einzigartigen Einblick in die Erfolge der Ufa in Amsterdam, Rotterdam und Den Haag. Aber auch in die Hindernisse, mit denen das Unternehmen konfrontiert war, wie etwa spontane Boykotte des Kinopublikums nach der Machtergreifung der Nazis in Deutschland. In meinem Vortrag werde ich eine Reihe von Aspekten des Bildes erörtern, das die überlebenden Buchhalterberichte über den Betrieb dieser großen UfA-Kinos in den Niederlanden für den Zeitraum 1918-1944 vermitteln.
QR Code

Datum

20. Nov. 2020
Expired!

Uhrzeit

9:30 - 16:00

Sprecher


error: Content is protected !!