Home Kongress 33. Internationaler Filmhistorischer Kongress: Tag 3

33. Internationaler Filmhistorischer Kongress: Tag 3

Detaillierter Ablaufplan siehe unten

Der 33. Internationale Filmhistorische Kongress ist integraler Teil des cinefest und vertieft die Themen des Festivals in Vorträgen und Diskussionen. Er wird am Abend des 19.11.2020 im Metropolis-Kino eröffnet. Während der Veranstaltung werden auch die Willy Haas-Preise für eine bedeutende internationale Publikation (Buch und DVD) verliehen. Die Vorträge des Kongresses finden vom 20.-22.11.2020, jeweils von 9:30 – 16:00 Uhr, im Kommunalen Kino Metropolis statt. Für die Teilnahme ist die vorherige Akkreditierung erforderlich

Die Vorträge sind auf ca. 20 Minuten angesetzt und werden anschließend im Plenum diskutiert. Die Konferenzsprachen sind Deutsch oder Englisch (es gibt keine Live-Übersetzung).
Aufgrund der Einschränkungen durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bieten wir dieses Jahr für den Kongress auch eine Teilnahme über Live-Streaming an.

Stundenplan

Sonntag, 22.11.2020

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PANEL 6: DOKUMENTARFILM
09:30 - 10:15
Maler des Lichts. Bert Haanstra zwischen niederländischer Klassik und deutscher Avantgarde
Licht ist Schöpfung – im Leben, in der Malerei, in der Fotografie und im Film. Erst im Licht werden die Dinge sicht- und wahrnehmbar, wie uns schon Rembrandt in seinen Gemälden eindrucksvoll vor Augen führte. Der Niederländer galt seinerzeit als moderner Beobachter und ‚Regisseur’, als „Maler des [zeitgenössischen] Lebens“.1 An die Tradition Rembrandts anknüpfend beobachtet auch der niederländische Maler, Fotograf, vor allem jedoch Filmemacher Bert Haanstra sein Land und seine Zeitgenossen, indem er die geografische Lage seiner Heimat sowie die gesellschaftshistorische und kulturelle Entwicklung der Niederländer – oft mit einem humorvollen Augenzwinkern – reflektiert. Unverkennbar finden sich in seiner Art des Umgangs mit Licht zum einen deutliche Parallelen zur niederländischen Tradition der Hell-Dunkel-Malerei Rembrandts und Vermeers, zum anderen aber auch und besonders deutliche Bezüge zur Auffassung des fotografischen und filmischen Bildes der Bauhaus-Bewegung und der Begründer des absoluten Films in den 1920er Jahren. Beginnend mit den fotografischen Experimenten Laszlo Moholy-Nagys soll im Vortrag dargelegt werden, welchen Einfluss die Avantgarde in Deutschland auf Haanstras Filmästhetik hatte und inwiefern seine Formgebung durch Licht und Bewegung im Kontext der Theorien von Adolf Behne und Rudolf Arnheim als Filmkunst bezeichnet werden kann.
Veranstalter
Anke Steinborn
10:15 - 10:35
Pause
10:35 - 11:20
Das Bild der Niederlande in den Periodikafilmen der Deutschen Wochenschau GmbH (DW)
Veranstalter
Karl Griep
11:20 - 12:00
Pause
12:00 - 12:45
Doubles for everyone: Transit characters as tactics for involving the public in Dutch documentaries since the 1960s.
This presentation investigates the appearance of transit characters such as tramps, taxi drivers or urban passers-by in documentaries produced by Dutch filmmakers since the 1960s. It analyses these figures in their function for the public as kinds of doppelgangers, to re-direct affect and attention and to stimulate interest in and reflection about social and geographical environments. The films investigated are: Alleman („Everyman or the Human Dutch“, 1963, by Bert Haanstra), Op de bodem van de hemel (1965 by Jan Vrijman), Le Masque/ Het Masker (1989-1990 by Johan van der Keuken) and Metall und Melancholie / Metal and Melancholy 1994 by Heddy Honigmann). These “everybody” figures are located in a genealogy and iconology of visual figurations addressing and involving the audience that takes account of the longue durée of such visual figurations. Besides, also the specific transformation and forms of appearance of these figures that has emerged in postmodern, globalised societies since the 1960s is investigated. A special focus is on the role these figures assume in popularising political positions, in constituting authenticity and in convincing and in persuading the spectators. The particularity of the Dutch documentary tradition in this respect is highlighted.
Veranstalter
Anna Schober-de Graaf
12:45 - 14:00
Mittagspause
-
PANEL 7: NEUER DEUTSCHER FILM
14:00 - 14:45
Kopf und Bauch. Rob Houwer und Laurens Straub helfen dem Neuen deutschen Film auf die Beine
Veranstalter
Michael Töteberg
14:45 - 15:15
Pause
15:15 - 16:00
ABSCHLUSSDISKUSSION
Anke Steinborn
Anke Steinborn
Akademische Mitarbeiterin beim Zentrum für Schlüsselkompetenzen und Forschendes Lernen (ZSFL), Frankfurt/Oder
Dr. Anke Steinborn, Kultur- und Medienwissenschaftlerin, Akademische Mitarbeiterin am Zentrum für Schlüsselkompetenzen und forschendes Lernen der Europa-Universität Viadrina; seit 2001 im Bereich Art Direction/Creative Consulting tätig; 2001-2005 Magisterstudium (M.A.) der Kulturwissenschaft, Filmwissenschaft und Kunstgeschichte an der Humboldt Universität und Freien Universität in Berlin sowie am Goldsmiths, University of London; 2013 Promotion (Dr. phil.) an der Bauhaus-Universität Weimar im FB Medienkultur; Forschungsschwerpunkte: Raum-, Design- und Medientheorie, Filmtheorie und –geschichte, Ästhetiken der Affizierung. Jüngste Veröffentlichungen: Filmische SciFi-Cities als Dispositive urbaner Zukünfte (Hg. mit D. Newiak). Springer 2020; Panta Rhei – Wie’s fließt, bestimme ich! Ein Bert Haanstra-Portrait aus Einzelbildern (Hg. mit R. May/A. K. Schulz). Pro Universitate 2018
Karl Griep
Karl Griep
Filmhistoriker, Berlin
Studium der Soziologie und Linguistik. Leitung eines Film- und Videostudios der Universität Bielefeld. Ab 1980 Mitarbeiter des Bundesarchivs in Koblenz, in verschiedenen Funktionen in der Abteilung Filmarchiv, u.a. Leiter des Referates für Dokumentarfilme und Wochenschauen. 1990 Verlegung des Dienstsitzes von Koblenz nach Berlin. 1993–2018 Leiter der Abteilung Filmarchiv des Bundesarchivs. Während seiner Amtszeit etablierte sich die Kooperation von Bundesarchiv und CineGraph, seit 2004 mit der gemeinsamen Veranstaltung von cinefest.
Anna Schober-de Graaf
Anna Schober-de Graaf
Historikerin, Institut für Kulturanalyse, Universität Klagenfurt
Anna Schober is Professor of Visual Culture Studies at Klagenfurt University. She studied history, art history and political sciences in Vienna, Frankfurt am Main and Colchester. In 2009 she got her postdoctoral habilitation at Vienna University. She was for example acting as a Marie Curie Fellow and Visiting Professor at Verona University (2009-2011) and as Mercator Visiting and Deputy Professor at Justus Liebig University Gießen (2011-2014). Her research interests are: History and Aesthetics of the Public Sphere, Popular Visual Culture and the Visual Arts, Political Iconology,Visual Figurations of Difference (Gender and Ethnicity), Audience Research, Methodological Questions of the Humanities, Cultural studies and Visual Studies
Michael Töteberg
Filmhistoriker, Literaturagent, Hamburg
Literaturagent für Filmrechte, Filmhistoriker und Publizist. Gründungsmitglied von CineGraph. Langjähriger Leiter der Rowohlt Medienagentur. Veröffentlichungen u.a. über Fritz Lang und Rainer Werner Fassbinder, Herausgeber u.a. von »Das Ufa-Buch« (1992, mit Hans-Michael Bock) und »Metzler Filmlexikon« (1994, 2005) sowie zahlreicher Filmbücher, u.a. von Fatih Akin und Tom Tykwer, zuletzt »»Rainer Werner Fassbinder transmedial« (2020). »Das Kino der Autoren: Literatur und Film in Deutschland seit 1945« erscheint 2021 bei et+k.

Datum

22. Nov. 2020
Expired!

Uhrzeit

9:30 - 16:00

Lokale Zeit

  • Zeitzone: America/Bogota
  • Datum: 22. Nov. 2020
  • Zeit: 3:30 - 10:00

Preis

40.00 / 15.00

Labels

Konferenz,
Online

Ort

ONLINE
Kategorie
cinefest - Internationales Festival des deutschen Film-Erbes

Veranstalter

cinefest - Internationales Festival des deutschen Film-Erbes
Phone
+49-40-352194
E-Mail
info@cinefest.de
Website
http://www.cinefest.de

Sprecher

  • Anke Steinborn
    Anke Steinborn
    Akademische Mitarbeiterin beim Zentrum für Schlüsselkompetenzen und Forschendes Lernen (ZSFL), Frankfurt/Oder

    Dr. Anke Steinborn, Kultur- und Medienwissenschaftlerin, Akademische Mitarbeiterin am Zentrum für Schlüsselkompetenzen und forschendes Lernen der Europa-Universität Viadrina; seit 2001 im Bereich Art Direction/Creative Consulting tätig; 2001-2005 Magisterstudium (M.A.) der Kulturwissenschaft,
    Filmwissenschaft und Kunstgeschichte an der Humboldt Universität und Freien Universität in Berlin sowie am Goldsmiths, University of London; 2013 Promotion (Dr. phil.) an der Bauhaus-Universität Weimar im FB Medienkultur; Forschungsschwerpunkte: Raum-, Design- und Medientheorie, Filmtheorie und –geschichte, Ästhetiken der Affizierung. Jüngste Veröffentlichungen: Filmische SciFi-Cities als Dispositive urbaner Zukünfte (Hg. mit D. Newiak). Springer 2020; Panta Rhei – Wie’s fließt, bestimme ich! Ein Bert Haanstra-Portrait aus Einzelbildern (Hg. mit R. May/A. K. Schulz). Pro Universitate 2018

  • Anna Schober-de Graaf
    Anna Schober-de Graaf
    Historikerin, Institut für Kulturanalyse, Universität Klagenfurt

    Anna Schober is Professor of Visual Culture Studies at Klagenfurt University. She studied history, art history and political sciences in Vienna, Frankfurt am Main and Colchester. In 2009 she got her postdoctoral habilitation at Vienna University. She was for example acting as a Marie Curie Fellow and Visiting Professor at Verona University (2009-2011) and as Mercator Visiting and Deputy Professor at Justus Liebig University Gießen (2011-2014).
    Her research interests are: History and Aesthetics of the Public Sphere, Popular Visual Culture and the Visual Arts, Political Iconology,Visual Figurations of Difference (Gender and Ethnicity), Audience Research, Methodological Questions of the Humanities, Cultural studies and Visual Studies

  • Karl Griep
    Karl Griep
    Filmhistoriker, Berlin

    Studium der Soziologie und Linguistik. Leitung eines Film- und Videostudios der Universität Bielefeld. Ab 1980 Mitarbeiter des Bundesarchivs in Koblenz, in verschiedenen Funktionen in der Abteilung Filmarchiv, u.a. Leiter des Referates für Dokumentarfilme und Wochenschauen. 1990 Verlegung des Dienstsitzes von Koblenz nach Berlin. 1993–2018 Leiter der Abteilung Filmarchiv des Bundesarchivs. Während seiner Amtszeit etablierte sich die Kooperation von Bundesarchiv und CineGraph, seit 2004 mit der gemeinsamen Veranstaltung von cinefest.

  • Michael Töteberg
    Filmhistoriker, Literaturagent, Hamburg

    Literaturagent für Filmrechte, Filmhistoriker und Publizist. Gründungsmitglied von CineGraph. Langjähriger Leiter der Rowohlt Medienagentur. Veröffentlichungen u.a. über Fritz Lang und Rainer Werner Fassbinder, Herausgeber u.a. von »Das Ufa-Buch« (1992, mit Hans-Michael Bock) und »Metzler Filmlexikon« (1994, 2005) sowie zahlreicher Filmbücher, u.a. von Fatih Akin und Tom Tykwer, zuletzt »»Rainer Werner Fassbinder transmedial« (2020). »Das Kino der Autoren: Literatur und Film in Deutschland seit 1945« erscheint 2021 bei et+k.

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