Wie wird aus Geschichte eine Geschichte?
Fakten und Fiktionen in Roman und Graphic Novel
am Samstag, 14.11.2026, 11:00 – 13:00 Uhr
im Kommunalen Kino Metropolis
(Kleine Theaterstr. 10, 20354 Hamburg)
Eintritt frei
Nicht nur im Film, auch in Roman und Graphic Novel ist die Auseinandersetzung mit historischen Personen und Ereignissen populär. Wie entstehen historische Romane und wie werden reale Personen zu gezeichneten Figuren? Wir sprechen mit Tanja Kinkel, Autorin des Louise-Otto-Romans »Im Wind der Freiheit«, und Isabel Kreitz, Autorin und Zeichnerin der Spionagestory »Die Sache mit Sorge«, über ihre Arbeitsweisen – von der Recherche bis zur künstlerischen Ausgestaltung.
Tanja Kinkel, geboren 1969 in Bamberg, studierte Germanistik, Theater- und Kommunikationswissenschaft und erhielt diverse Literaturpreise und Stipendien. Sie ist u. a. Mitglied im Deutschen PEN, Präsidentin der Internationalen Feuchtwanger Gesellschaft L. A. und wurde mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Sie ist eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen. 2025 erschien ihr Roman »Im Wind der Freiheit« über Louise Otto-Peters. Ihr neuester Roman ist »Sieben Jahre«, bei dem Friedrich II. von Preußen eine Zentralfigur bildet.
Isabel Kreitz, geboren 1967 in Hamburg, gehört zu den bekanntesten deutschen Comiczeichnerinnen und Illustratorinnen. Sie studierte an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg und verbrachte ein Gastsemester an der Parsons School of Design in New York, wo sie sich entschied, sich ganz dem Comic zu widmen. Heute lebt und arbeitet sie in Hamburg. Neben ihren eigenen Buch- und Comicprojekten entstehen Illustrationen, Figuren und Storykonzepte. 2024 wurde ihr Graphic Novel »Die Sache mit Sorge – Stalins Spion in Tokyo« neuveröffentlicht (Erstausgabe 2008). Ihr neuestes Werk »Die letzte Einstellung« (2025) beschäftigt sich mit einem Autor, der trotz Berufverbots Drehbücher für die Nazis schreibt.
Filme, Schriftgut, Karten, Töne im Digitalen Lesesaal
Online-Recherche im Bundesarchiv
am Dienstag, 17.11.2026, 14:30 – 16:30 Uhr
im Kommunalen Kino Metropolis
(Kleine Theaterstr. 10, 20354 Hamburg)
Eintritt frei
Alexandra Luther, Referatsleiterin Filmbenutzung (Bundesarchiv), stellt den Digitalen Lesesaal des Bundesarchivs und Tipps und Tricks zur Recherche von Filmen vor. Aktuell sind in der 1. Ausbaustufe Metadaten zu allen 250.000 Filmen des Bundesarchivs recherchierbar. Über 11.000 Files stehen zudem bereits kostenfrei und dauerhaft zum direkten Streaming zur Verfügung – und dieses Angebot wird ständig erweitert.
Doch wie können Filme überhaupt im Internet zugänglich gemacht werden? Wo liegen dabei die Probleme für Kulturerbe-Einrichtungen? Welche Chancen und Risiken bedeutet KI für Archive? Darüber wollen Alexandra Luther und Erika Wottrich mit den Gästen ins Gespräch kommen und einen Ausblick in die Zukunft wagen.
Im 1. Quartal 2027 soll die 2. Ausbaustufe des Digitalen Lesesaals online gehen und neben dem Film die Recherchemöglichkeiten um Schriftgut, Karten, Töne, Plakate und die Bibliotheksbestände erweitern. Aktuell müssen Nutzerinnen und Nutzer drei verschiedene Rechercheplattformen zur Suche in den Beständen des Bundesarchivs verwenden. Ziel ist, dass es bald nur noch ein System für alle Archivguttypen gibt. Wie das aussehen soll und was es rund um den Film mit Zensurkarten, Produktionsunterlagen, Plakaten und weiteren Filmbegleitmaterialien noch zu entdecken gibt, wird Thema im cine-Forum sein.
Alexandra Luther ist Leiterin des Referats Filmbenutzung im Bundesarchiv am Standort Berlin-Lichterfelde. Das Referat ist für die Benutzung der Filmbestände des Bundesarchivs zuständig und bearbeitet jährlich über 11.000 nationale und internationale Anfragen zu Filmen aus dem Bestand. Alexandra Luther arbeitet von fachlicher Seite aus bei der (Weiter-)Entwicklung des Digitalen Lesesaals, Ausbaustufe Film, mit und begleitet aktuell die Fachanforderungen in einem Speech-to-Text KI-Projekt bei Tonfilmen.
Sie schloss 2005 ihr Studium der Geschichte, Politischen Wissenschaft und Volkswirtschaftslehre an der RWTH Aachen ab. Nach einem Volontariat zur Wissenschaftlichen Dokumentarin beim Deutschen Rundfunkarchiv (DRA) war sie viele Jahre im DRA tätig und dort u.a. für Publikationen zuständig und verantwortete später als Sachgebietsleiterin Information & Logistik den Nutzerservice.
Rückblick auf das Forum 2025:
cine-Forum
Gespräch mit Interessierten und Fachleuten
Hören Sie! Schauen Sie!
Radio und Fernsehen als Vermittler zwischen Literatur und Film
am Mittwoch, 19.11.2025, 14:30 – 16:30 Uhr
im Kommunalen Kino Metropolis
(Kleine Theaterstr. 10, 20354 Hamburg)
Eintritt frei
Hörfunk und Fernsehen haben immer wieder als Vermittler zum aktuellen Film, wie auch zur Filmgeschichte gedient. Ob mit Dokumentationen in den Dritten Programmen von WDR und NDR, oder in Magazinen über Festivals und Neuerscheinungen. Verbindungsglieder waren oft Schriftsteller wie die SDR-Redakteure Alfred Andersch, Martin Walser und Helmut Heißenbüttel.
Wir diskutieren mit Expert:innen, welche Rolle der Rundfunk als Bindeglied zum Film innehatte und bis heute einnimmt.
Panel-Teilnehmer:innen:
- Prof. Dr. Joan Bleicher, Universität Hamburg
- Dr. Christian Hißnauer, Humboldt-Universität Berlin
- Michael Töteberg, Filmhistoriker und Autor, Hamburg
Moderation: Prof. Dr. Thomas Weber, Universität Hamburg
Auf der Veranstaltung werden Film- und Tonaufnahmen sowie Fotos gemacht, mit deren auch späteren Verwendung Sie sich durch den Besuch der Veranstaltung einverstanden erklären. Weitere Informationen: Foto- und Videohinweis
Rückblick auf das Forum 2024:
cine-Forum
Gespräch mit Interessierten und Fachleuten
Benutzung im Umbruch
Zugänge zu den Beständen des Bundesarchivs
am Samstag, 16.11.2024, 14:00 – 16:00 Uhr
im Kommunalen Kino Metropolis
(Kleine Theaterstr. 10, 20354 Hamburg)
Eintritt frei
Die Liberalisierung der Benutzungsbedingungen und der Ausbau der digitalen Zugangsmöglichkeiten im Bundesarchiv sorgen dafür, dass Nutzende einen vereinfachten Zugriff auf Akten, Filme und Fotos haben. Alexandra Luther (Abteilung Filmarchiv) und Axel Janowitz (Abteilung Vermittlung und Forschung) stellen Bildungs- und Rechercheangebote wie den Digitalen Lesesaal oder die Stasi-Mediathek vor, diskutieren die notwendigen Vorarbeiten und wagen einen Ausblick in die Zukunft.
Panel-Teilnehmer:innen:
- Alexandra Luther, Abteilung Filmarchiv
- Axel Janowitz, Abteilung Vermittlung und Forschung
Moderation: Florian Höhensteiger, Abteilung Filmarchiv
Rückblick auf das Forum 2023:
cine-Forum
Gespräch mit Interessierten und Fachleuten
»Verbotenes Filmerbe«?
Digitalisierte NS-Filme aus dem Bestand des Bundesarchivs
am Samstag, 18.11.2023, 14:00 – 16:00 Uhr
im Kommunalen Kino Metropolis
(Kleine Theaterstr. 10, 20354 Hamburg)
und online
Eintritt frei
Filme aus der NS-Zeit sind ein Teil der deutschen Filmgeschichte und in deutschen (Film-)Archiven umfangreich überliefert. Auch diese Filmwerke sollen gesichert und für spätere Generationen zugänglich sein. Das Bundesarchiv hat im Rahmen der FFE-Förderung mehrere Filme aus dieser Zeit zur Förderung eingereicht und auch fertiggestellt. Wir diskutieren auf dem Panel die Strategie des Bundesarchivs zur Zugänglichmachung und darüber hinaus die Präsentation des NS-Filmerbes insgesamt.
Panel-Teilnehmer:innen:
- Petra Rauschenbach, Abteilungsleiterin Filmarchiv im Bundesarchiv
- Christiane von Wahlert, Vorstand Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
- Prof. Dr. Paul Klimpel, iRights.Law Rechtsanwälte, Berlin
- Prof. Dr. Martin Loiperdinger, Universität Trier
Moderation: Fabian Tietke, Filmhistoriker und Autor, Berlin
Das Forum findet sowohl als Präsenzveranstaltung im Kommunalen Kino Metropolis statt als auch zeitgleich Online mit Zoom.
Für die Online-Teilnahme können Sie sich hier registrieren (Zoom). Wir benutzen das Tool Zoom Meeting. Online Teilnehmer:innen können sich über den Chat an der Diskussion beteiligen.
Auf der Veranstaltung werden Film- und Tonaufnahmen sowie Fotos gemacht, mit deren auch späteren Verwendung Sie sich durch den Besuch der Veranstaltung einverstanden erklären. Weitere Informationen: Foto- und Videohinweis
Rückblick auf das Forum 2022:
Open Memory Box
DDR-Amateurschmalfilme – Ostdeutsches Alltagsleben in digitalem Format
am Samstag, 12.11.2022, 11:00 - 13:00 Uhr
im Kommunalen Kino Metropolis
(Kleine Theaterstr. 10, 20354 Hamburg)
und online
Eintritt frei
Neben den amtlichen und kommerziellen Filmproduktionen geraten Amateurfilmaufnahmen in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus der Nutzung als filmische Quelle. Eine der größten Sammlungen privater 8mm-Amateurschmalfilme wurde auf Initiative von Prof. Laurence McFalls, von der Universität in Montreal und Alberto Herskovits, einem deutsch-schwedischen Dokumentarfilmer, mit Unterstützung zahlreicher nationaler und internationaler Förderer zusammengetragen. Das online veröffentlichte Archiv umfasst die Filme von 149 Familien aus 102 Orten der ehemaligen DDR über den Zeitraum von 1947 bis 1990. Neben dieser privat initiierten Sammlung sichern auch Filmerbe-Institutionen wie das Bundesarchiv oder das Filmmuseum Potsdam Amateurschmalfilme. Wir sprechen mit den Podiumsgästen über die Initialzündung für die Beschäftigung mit dem Amateurfilm. Welche Nutzerinteressen gibt es? Werden die Sammlungen erweitert? Wie wird der Zugang ermöglicht? Eine Filmauswahl im Rahmen der Podiumsdiskussion soll die Neugier auf eine ergänzende Perspektive zur Geschichte der DDR wecken.









Panel-Teilnehmer:innen:
- Prof. Laurence McFalls, Université de Montréal
- Alberto Herskovits, Altofilm, Stockholm
- Dr. Ralf Forster, Filmmuseum Potsdam
Moderation: Undine Beier, Bundesarchiv
Das Forum fand sowohl als Präsenzveranstaltung im Kommunalen Kino Metropolis statt als auch zeitgleich Online mit Zoom.






