Musikbegleitung

Unsere Musiker beim cinefest 2019

Pianistin

Marie-Luise Bolte

Als Pianistin, Organistin und Komponistin begleitet Marie-Luise Bolte seit 1990 Stummfilme bei den Internationalen Filmhistorischen Kongressen und dem cinefest.
Marie-Luise Bolte hat sich intensiv mit der Filmmusikgeschichte befasst, geht aber ganz eigene Wege. Sie hat Stummfilme mit Keyboard, Hammondorgel, Kirchenorgel, mit Salonorchester und mit dem Einsatz der Djembé vertont. Ihr Lieblingsinstrument ist jedoch das Klavier, da es seine ganz eigene Vielfalt der Klangmöglichkeiten und Stilistiken hat.Bolte hat eigene Ensembles geleitet und präsentiert sowohl musikalische Kompilationen als auch durchkomponierte Partituren, u.a. 1996 mit dem »Opium-Salonorchester« bei der Aufführung von OPIUM (1918, Robert Reinert) im Metropolis-Kino und 2001 mit dem Caesar-Trio (Klavier, Posaune, Schlagzeug) bei der Vorführung von HALLOH – CAESAR! (1926, Reinhold Schünzel) beim Internationalen Filmfestival in Karlovy Vary; beim cinefest 2005 zur Begleitung von DIE BIENE MAJA UND IHRE ABENTEUER (1924, Wolfram Junghans) mit Klavier, Kontrabass und Djembé und beim Hamburger Filmfest 2007 mit einem vierköpfigen Ensemble zu DIE BERGKATZE (1921, Ernst Lubitsch). Als Solistin improvisiert sie überwiegend frei zum Film. Die Improvisation ist immer ein großes Abenteuer, denn die Frage nach dem speziellen Sound für einen Stummfilm stellt sich immer wieder neu.
DVD-Einspielungen sind DER KOMISCHE KINTOPP, Lotte Reinigers DIE JAGD NACH DEM GLÜCK, 18 stumme Werbefilme aus dem Atelier von Julius Pinschewer sowie zu Stummfilmen für DVDs der cinefest-edition.
www.marilu-bolte.de

Beim cinefest 2019 begleitet sie in Hamburg den Film DIE STADT OHNE JUDEN (AT 1924, Hans Karl Breslauer)

Genosse Amtsschimmels Adventure Orchestra

Georgia Hoppe und Peter Imig

Zum zweiten Mal gehen Georgia Ch. Hoppe und Peter Imig als Adventure Orchestra an den Start. Auf die Bühne bringen sie mit: Violine, Gitarren, Ukulele, Mandoline, E-Baß, Saz, Klarinette, Saxophon und diverse Effekte. Auf dem Notenständer haben sie Stücke aus frühem und modernen Jazz , süd-osteuropäischer Folklore, deutsche Schlager der 20er, Walzer, Märsche und Improvisationsnotizen. Eine Zeitreise durch 100 Jahre Musik- und Gesellschaftsgeschichten, die merkwürdig aktuell und heutig erscheinen. Sind die Gefühle echt in diesem turbulenten Film? Die Szenen sind überzeichnet, slap stickhaft und surreal-dadaistisch, durch visuelle Experimente verzerrt und überzeichnet. Die Musik dagegen kommt direkt und unmittelbar daher: wo Charleston getanzt wird erklingt ein Charleston, wo Liebe verschmäht wird – eine georgische Romanze. Die Geige seufzt in tiefer Verzweiflung vorm lächerlichen Selbstmord, Free Punk heizt die eheliche Prügelei an. Ein zäher Blues begleitet kafkaeskes Warten vor den Amtsstuben und wenn die Maschinerie der Bürokratie anspringt, dann legen auch walking bass und Klarinette los. Elekronische Effekte unterstreichen die filmischen.

Georgia Hoppe, freischaffende Musikerin, spielt Klarinette, Saxophon in etlichen hybriden und experimentellen Varianten, sowie Gitarre und Varianten. Studierte Musikwissenschaft (Dr. phil), Mitglied bei Tuten und Blasen, im TonArt-Ensemble, diverse eigene Projekte und Formationen (u.a. Stummfilmmusiken, Text-und Themenprogramme), leitet die Improreihe »Karo Shopping Music«.
www.purplepool.de

Peter Imig studierte Musikwissenschaften, Ethnologie und Neue Kompositionstechniken an der Universität Hamburg und an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (M.A.) und lebt als freiberuflicher Musiker in der Lüneburger Heide. Theaterproduktionen am Hamburger Schauspielhaus, Kammerspiele Hamburg, Theater Bremen, Schauspielhaus Bochum, Theater Oberhausen, Theater Lübeck, Rheinischen Landestheater in Neuss, Freilichtspiele Schwäbisch Hall, Jagsthausen, Kreuzgangspiele Feuchtwangen, Tourneetheater und bei verschiedenen freien Theatergruppen. Kompositionen für Theater, Film, Fernsehen (ARTE), Hörfunk (NDR/ORF/DLR Kultur) und für die Deutsche Grammophon/Universal Music.

Beim cinefest 2019 begleiten sie in Hamburg den Film CHEMI BEBIA / MOÂ BABUŠKA (MEINE GROSSMUTTER) (SU(GE) 1929, Kote Mikaberidze)