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cinefest 2017
XIV. Internationales Festival des deutschen Film-Erbes
Hamburg: 18. - 26.11.2017

eine Veranstaltung von CineGraph und Bundesarchiv

Zwischen Revolution und Restauration
Kultur und Politik 1789-1848 im Spiegel des Films


Lenz
Lenz (1969-71, George Moorse)
Quelle: Deutsches Filminstitut - DIF, Frankfurt/Main

Die Epoche zwischen Französischer Revolution 1789 und der strengen Wiederherstellung der »guten alten Ordnung« nach dem Scheitern der demokratischen Revolution in Deutschland 1848 bewegte Zeitgenossen wie auch Künstler und Literaten späterer Jahre.

Sie schwankten in ihrem Engagement für die demokratische Ordnung, wandten sich enttäuscht durch die Auswüchse des revolutionären Terrors ab, oder wurden durch die Zensur der zumeist reaktionären Regime in den europäischen Monarchien in ihrer Entfaltung behindert. Das spiegelt sich in den Werken von revolutionären Autoren wie Georg Forster und Georg Büchner; Heinrich Heine verzagte im revolutionären Paris an der deutschen Gegenwart, Schiller und Goethe entwickelten sich vom jugendlichen Sturm und Drang (Werther) zu Vertretern des höfischen Establishments. Bei den Autoren der Romantik finden sich die christlich-feudale Verklärung der Vergangenheit (Brentano, Fouqué) genauso wie die düster-geheimnisvollen Brechungen der damaligen Gegenwart (E. T. A. Hoffmann, Tieck). 

Ähnliche Entwicklungen und Resonanzen finden sich in europäischen Ländern um die deutsche Kleinstaaterei, z.B. in der schwarzen Romantik englischer Aristokraten (Shelley, Byron), die ihr angenehmes Leben in der Schweiz durch Horrorgeschichten interessant macht.

Die literarischen Werke und Biografien dieser Künstler werden immer wieder von Filmschaffenden genutzt, um ihre eigene Realität unter den unterschiedlichsten Regimen (Monarchie, Republik, Diktatur) zu reflektieren. Dabei dienten die Vorlagen »klassischer Literatur« häufig auch als sichere Verkleidung, um die jeweilige Zensur zu umgehen und eigene Probleme im Kostüm darzustellen. So zeigen biografische Filme häufig die Zerrissenheit zwischen Kunst und Politik (Treffen in Travers, Michael Gwisdek, DDR 1988) einige Texte verlockten zu immer neuen Bearbeitungen – beispielsweise: Die Leiden des jungen Werthers (FR 1939,  DDR 1976, BRD 1981, FR 1992) oder von E. T. A. Hoffmann Das Fräulein von Scuderi (AT 1930, DDR 1955, BRD 1968) sowie diverse Hoffmanns Erzählungen.

So reflektieren 2017 cinefest und Filmhistorischer Kongress in doppelter Brechung die filmischen Bearbeitungen künstlerischer und literarischer Werke aus einer politisch bewegten Zeit.


Zur Vorbereitung auf Festival und Kongress findet vom 11. - 14. Mai eine Sichtungsveranstaltung in Berlin statt.


Weitere Informationen bei:

CineGraph - Hamburgisches Centrum für Filmforschung e.V.
Schillerstr. 43, 22767 Hamburg
Tel: +49-(0)40-352194 / Fax: +49-(0)40-345864
email: info(at)cinefest.de



cinefest 2017 wird veranstaltet in Zusammenarbeit mit

Kinemathek Hamburg - Kommunales Kino Metropolis
Deutsches Historisches Museum / Zeughauskino, Berlin
Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
Narodní filmový archiv, Prag
Cinémathèque Suisse Lausanne / Filmpodium Zürich
FilmForum Udine/Gorizia

Mit freundlicher Unterstützung von
Arte, Straßburg
AV Visionen GmbH, Berlin
Bücherhallen Hamburg
DEFA-Stiftung, Berlin
Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds, Prag
Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen, Berlin
Deutsches Filminstitut – DIF, Frankfurt
Due Baristi Espressobar, Hamburg
Filmarchiv Austria, Wien
Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH
Gästehaus der Universität, Hamburg
Omnimago GmbH, Ingelheim
Österreichisches Filmmuseum, Wien
Universität Hamburg – Institut für Medien und Kommunikation
VG Bild-Kunst, Bonn

Die Arbeit von CineGraph – Hamburgisches Centrum für Filmforschung e.V. wird gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg




cinefest 2016
XIII. Internationales Festival des deutschen Film-Erbes
Hamburg: 19. - 27.11.2016

Termine in Berlin, Prag, Udine und Wiesbaden

eine Veranstaltung von CineGraph und Bundesarchiv

Gebrochene Sprache
Filmautoren und Schriftsteller des Exils



Lebewohl, Fremde (1990/91, Tevfik Başer)


cinefest 2016 beschäftigte sich mit den Karrieren von Drehbuchautoren und Schriftstellern, die aus politischen oder rassistischen Gründen ins Exil vertrieben wurden, vor allem aus Nazi-Deutschland. Gerade erfolgreiche Autoren hatten es besonders schwer, in einer fremdsprachigen Umgebung ihre gewohnte Arbeit fortzusetzen. Ihr vielfach zur Kunst entwickeltes Handwerkszeug, der differenzierte Umgang mit der Muttersprache und ihren kulturellen Traditionen galten nichts mehr. Während z.B. Musiker in Hollywood vielfach geehrt wurden und eine einflussreiche Schule der Filmmusik entwickelten, mussten sich bisher oft gefeierte Autoren erst in neue Methoden der Studios eingewöhnen.
Dennoch gelang es manchen, sich in der zunächst fremden Sprache zu etablieren. Bisweilen verbanden sie alte kulturelle Erfahrungen mit denen des fremden Land und kreierten interessante neue Misch-Genres.
Einigen gelang der Wechsel auf den Regie-Stuhl oder hinter den Produzenten-Schreibtisch, so z.B. Billie/Billy Wilder und Hermann Kosterlitz/Henry Koster oder Rudolf Katscher, der als Rudolph Cartier die Tradition der BBC-Fernsehspiele mitbegründete. Der in Hamburg geborene Felix Joachimson, machte als Felix Jackson in den USA mit Musical-Drehbüchern und als Fernsehproduzent Karriere.

Festival und Filmhistorischer Kongress reflektiereen Werke, die vor, während oder nach einem Exil in wechselnden Sprachräumen entstanden und stelleen sie in einen kulturhistorischen Zusammenhang.





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cinefest 2016 wurde veranstaltet in Zusammenarbeit mit

Kinemathek Hamburg - Kommunales Kino Metropolis
Deutsches Historisches Museum / Zeughauskino, Berlin
Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
Narodní filmový archiv, Prag
Cinémathèque Suisse Lausanne / Filmpodium Zürich
FilmForum Udine/Gorizia

Mit freundlicher Unterstützung von
Arte, Straßburg
AV Visionen GmbH, Berlin
BallinStadt Das Auswanderermuseum, Hamburg
British Film Institute, London
British Council, Berlin
Bücherhallen Hamburg
DEFA-Stiftung, Berlin
Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen, Berlin
Deutsches Filminstitut – DIF, Frankfurt
Due Baristi Espressobar, Hamburg
Filmarchiv Austria, Wien
Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH
fritz-kulturgüter GmbH, Hamburg
Gästehaus der Universität, Hamburg
Generalkonsulat der Republik Chile in Hamburg
Generalkonsulat der vereinigten Staaten, Hamburg
Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung, Hamburg
Hotel Vorbach, Hamburg
Landeszentrale für politische Bildung Hamburg
Omnimago GmbH, Ingelheim
Österreichisches Filmmuseum, Wien
Pauls Spezialitätenbrauerei & Destille GmbH, Hamburg
Slovenský Filmový Ústav, Bratislava
Universität Hamburg – Institut für Medien und Kommunikation
Weingut Geil, Eimsheim

Medienpartner: FilmDienst


Die Arbeit von CineGraph – Hamburgisches Centrum für Filmforschung e.V. wird gefördert durch die Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg




Im Anschluß an die Veranstaltungen in Hamburg werden Teile des Filmprogramms auch in Berlin, Prag, Wiesbaden, Udine/Gorizia, Wien und Zürich gezeigt.

Termine:

Berlin: 3.-31. Januar 2017 (Zeughauskino)
Prag: 3.-8. April 2017 (Ponrepo Kino)
Udine/Gorizia: März 2017
Wiesbaden: Filmprogramm 5.-9. April 2017 - Ausstellung 5. April - 6. Juni 2017 (Murnau-Filmtheater)

 



cinefest 2015
XII. Internationales Festival des deutschen Film-Erbes
Hamburg: 14. - 22.11.2015

Termine in Berlin, Prag, Udine, Wiesbaden und Zürich

eine Veranstaltung von CineGraph und Bundesarchiv


Menschen im Hotel. Filmische Begegnungen in begrenzten Räumen



Hotel Adlon
»Hotel Adlon« (1955, Josef von Baky)
Quelle: Deutsches Filminstitut - DIF, Frankfurt


Die Faszination eines Ortes wie ein Hotel oder Oceanliner, an dem Menschen verschiedener sozialer und nationaler Herkunft aufeinandertreffen, war schon immer ein beliebter Stoff in Literatur und Film. Die Konflikte und Geschichten, die sich aus den Figurenkonstellationen ergeben, bieten unendliche Möglichkeiten für spannende Erzählungen, zeigen aber gleichzeitig auch einen Mikrokosmos der Gesellschaft. Die Grundsituation ist dabei eine besondere: Die Menschen sind unterwegs und befinden sich in der Regel nicht in ihrer gewohnten Umgebung. Es gibt, sowohl unter dem Personal als auch bei den Gästen, Hierarchien, die bisweilen durchbrochen werden. Identitäten sind oft trügerisch.

cinefest 2015 zeigt Filme aus den Anfängen des Kinos bis zur Gegenwart, die das gleiche Thema eint: Menschen treffen zufällig aufeinander, interagieren in einem relativ geschlossenen Raum und gehen wieder auseinander. Gleichzeitig bilden die Filme den Zeitgeist wie durch ein Vergrößerungsglas gesehen ab und bieten die Möglichkeit (film)historischer Reflektionen. Festival und Internationaler Filmhistorischer Kongress geben erstmalig eine Übersicht über die Formen und Mittel, mit denen diese Geschichten erzählt werden und stellen sie in einen kulturhistorischen Zusammenhang.

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Weitere Informationen bei:

CineGraph - Hamburgisches Centrum für Filmforschung e.V.
Schillerstr. 43, 22767 Hamburg
Tel: +49-(0)40-352194 / Fax: +49-(0)40-345864
email: info(at)cinefest.de

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cinefest 2015 wird veranstaltet in Zusammenarbeit mit

Kinemathek Hamburg - Kommunales Kino Metropolis
Lichtmess-Kino, Hamburg
Alabama-Kino, Hamburg
Deutsches Historisches Museum / Zeughauskino, Berlin
Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
Narodní filmový archiv, Prag
Cinémathèque Suisse Lausanne / Filmpodium Zürich
FilmForum Udine/Gorizia
Filmarchiv Austria, Wien

Mit freundlicher Unterstützung von
Arte, Straßburg
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DEFA-Stiftung, Berlin
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Deutsches Filminstitut – DIF, Frankfurt
Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds, Prag
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Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH
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Gästehaus der Universität, Hamburg
Hotel Vorbach, Hamburg
Institut français de Hambourg
Landeszentrale für poilitische Bildung Hamburg
Omnimago, Ingelheim
Österreichisches Filmmuseum, Wien
Slovenský Filmový Ústav, Bratislava
Slowakisches Institut, Berlin
Universität Hamburg – Institut für Medien und Kommunikation

Medienpartner: FilmDienst


Die Arbeit von CineGraph – Hamburgisches Centrum für Filmforschung e.V. wird gefördert durch die Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg




cinefest 2014 wird veranstaltet in Zusammenarbeit mit

Kinemathek Hamburg - Kommunales Kino Metropolis
Deutsches Historisches Museum / Zeughauskino, Berlin
Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
Narodní filmový archiv, Prag
FilmForum Udine/Gorizia
Filmarchiv Austria, Wien
Cinémathèque Suisse Lausanne / Filmpodium Zürich
Haus des Dokumentarfilms, Stuttgart
Filmuniversität KONRAD WOLF, Babelsberg
Universität Hamburg – Institut für Medien und Kommunikation

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Agrar Koordination & FIA e.V., Hamburg
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British Council, Berlin
DEFA-Stiftung, Berlin
Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen, Berlin
Deutsches Filminstitut – DIF, Frankfurt
Due Baristi Espressobar, Hamburg
Filmmuseum Potsdam
Gästehaus der Universität, Hamburg
Institut français de Hambourg
Hotel Fürst Bismarck, Hamburg

Laika-Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg
Omnimago, Ingelheim
umdenken – Heinrich-Böll-Stiftung e.V., Hamburg
Skoda Auto Deutschland GmbH
Slovenský Filmový Ústav, Bratislava
Slowakisches Institut, Berlin
W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Hamburg


Medienpartner: FilmDienst


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Trailer cinefest 2016


Teaser cinefest 2016



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