cinefest - Internationales Festival des deutschen Film-Erbes cf-Logo

29. Internationaler Filmhistorischer Kongress

Gebrochene Sprache
Filmautoren und Schriftsteller des Exils


24.11. – 26.11.2016, 9.30 – 16.00 Uhr
im Gästehaus der Universität (Rothenbaumchaussee 34)

Für die Teilnahme am Kongress ist eine vorherige Akkreditierung notwendig.

cinefest 2016 beschäftigt sich mit den Karrieren von Drehbuchautoren und Schriftstellern, die aus politischen oder rassistischen Gründen ins Exil vertrieben wurden, vor allem aus Nazi-Deutschland. Gerade erfolgreiche Autoren hatten es besonders schwer, in einer fremdsprachigen Umgebung ihre gewohnte Arbeit fortzusetzen. Ihr vielfach zur Kunst entwickeltes Handwerkszeug, der differenzierte Umgang mit der Muttersprache und ihren kulturellen Traditionen galten nichts mehr. Während z.B. Musiker in Hollywood vielfach geehrt wurden und eine einflussreiche Schule der Filmmusik entwickelten, mussten sich bisher oft gefeierte Autoren erst in neue Methoden der Studios eingewöhnen.
Dennoch gelang es manchen, sich in der zunächst fremden Sprache zu etablieren. Bisweilen verbanden sie alte kulturelle Erfahrungen mit denen des fremden Landes und kreierten interessante neue Misch-Genres.
Einigen gelang der Wechsel auf den Regie-Stuhl oder hinter den Produzenten-Schreibtisch, so z.B. Billie/Billy Wilder und Hermann Kosterlitz/Henry Koster oder Rudolf Katscher, der als Rudolph Cartier die Tradition der BBC-Fernsehspiele mitbegründete. Der in Hamburg geborene Felix Joachimson, machte als Felix Jackson in den USA mit Musical-Drehbüchern und als Fernsehproduzent Karriere.
Festival und Filmhistorischer Kongress reflektieren Werke, die vor, während oder nach einem Exil in wechselnden Sprachräumen entstanden und stellen sie in einen kulturhistorischen Zusammenhang.

Teil des Festivals ist der 29. Internationale Filmhistorische Kongress, bei dem die Themen des Festivals in Vorträgen und Diskussionen vertieft werden.

Während das Filmprogramm etwas breiter angelegt ist, wird der Fokus des Kongresses auf der Exilsituation während des Dritten Reichs liegen:

Die Vorträge sind auf 20-30 Minuten angesetzt, mit anschließender Diskussion.
Die Konferenzsprache ist Deutsch oder Englisch (es gibt keine Live-Übersetzung).

Im Anschluss an den Kongress sollen die überarbeiteten Vorträge in einem Buch veröffentlicht werden, das im Herbst 2017 erscheint.

Zur Vorbereitung auf Festival und Kongress fand vom 28. April - 1. Mai 2016 eine Sichtungsveranstaltung in Berlin statt.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an kongress(at)cinegraph.de

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Der 29. Internationale Filmhistorische Kongress ist integraler Bestandteil des XIII. Cinefest – Internationales Festival des deutschen Film-Erbes (19.–27.11.).

Die Vorträge des Kongresses werden in überarbeiteter Form anschließend in einem CineGraph Buch veröffentlicht.


Konzeption: Hans-Michael Bock, Erika Wottrich, Swenja Schiemann
Beratung: Karl Griep, Martha Meyer-Althoff
, Heike Klapdor
Organisation: Erika Wottrich
Coordination Bundesarchiv: Roland Foitzik




Weitere Informationen bei:
CineGraph e.V., Schillerstr. 43, 22767 Hamburg
Tel.: +49-(0)40-352194, Fax: +49-(0)40-345864
email: kongress(at)cinegraph.de
Kontakt: Erika Wottrich, Swenja Schiemann

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